Rund um Bewerbungsgespräche tauchen viele Fragen auf. Auf dieser Seite gehen wir die häufigsten Fragen und Sorgen durch, damit Sie vorbereitet ins Gespräch gehen.

„Als ich selbst auf Stellensuche war, war ich vor jedem Gespräch furchtbar nervös. Ich dachte, ich könnte mit meiner Menschenkenntnis herausfinden, welchen Typ die Gesprächspartner sehen wollen — und mich entsprechend verhalten. Doch das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist: Es zählt nicht, welchen Menschen sie sehen wollen, sondern wer Sie wirklich sind. Im Gespräch natürlich zu bleiben — darauf kommt es an."

Worauf es im Gespräch ankommt

Pünktlichkeit und Vorstellung

Kommen Sie nicht zu spät. Lieber ein wenig früher. Stellen Sie sich selbstbewusst vor — ein angemessener Händedruck (weder schlaff noch zu fest) zählt viel. Ein Lächeln wirkt Wunder: Es hinterlässt einen guten Eindruck und löst die Anspannung. Merken Sie sich den Namen Ihres Gesprächspartners, zumindest den Vornamen.

Haltung und Verhalten

Seien Sie höflich, aber übertreiben Sie es nicht. Setzen Sie sich, wenn Ihr Gegenüber es anbietet. Schlagen Sie die Beine nicht übereinander und sitzen Sie nicht breitbeinig — Füße nebeneinander, Rücken gerade. Versuchen Sie, den Umständen entsprechend gelöst zu bleiben, ohne die Konzentration zu verlieren.

Erscheinungsbild

Es ist belegt: Wer gepflegt auftritt, wird von künftigen Arbeitgebern eher positiv wahrgenommen. Gepflegtheit steht an erster Stelle. Verzichten Sie auf auffällige Frisuren, tragen Sie sauberes, gepflegtes Haar und dezentes Make-up. Wählen Sie ein Parfum, das nicht zu aufdringlich ist und zu Ihnen passt.

Passen Sie Ihre Kleidung dem Umfeld des Unternehmens an. Für Damen: keine kurzen Röcke, kein tiefes Dekolleté, keine transparenten Blusen, nichts allzu Sportliches. Empfehlenswert ist ein Kostüm in gedeckter Farbe. Für Herren: zurückhaltend und elegant, möglichst Anzug mit passendem Hemd und Krawatte. Weiße Socken zur dunklen Hose sind tabu.

Was Sie mitnehmen sollten

Nehmen Sie auf keinen Fall eine große Tasche mit. Damen: eine kleine Handtasche mit Taschentüchern, Portemonnaie, kleinem Notizblock, Stift und Mobiltelefon (vor dem Gespräch ausschalten). Herren: auf die Aktentasche verzichten.

Körpersprache — was wir ohne Worte sagen

Sie würden nicht glauben, welche Rolle die Körpersprache im Gespräch spielt. Psychologen haben gezeigt, dass unser Umfeld die Signale über unsere Gefühle und unsere Haltung so wahrnimmt:

7%
aus unseren Worten
38%
aus unserer Stimme
55%
aus unserer Mimik

Blickkontakt

Die Augen sind der Spiegel der Seele. Dominante Persönlichkeiten schauen ihrem Gegenüber direkt in die Augen, weniger durchsetzungsstarke wenden den Blick ab. Blickkontakt im Gespräch hinterlässt in jedem Fall einen guten Eindruck — starren Sie Ihr Gegenüber aber nicht unentwegt an.

Noch ein paar gute Ratschläge

  • Üben Sie das Gespräch nach Möglichkeit mit einer Freundin oder einem Freund
  • Legen Sie Tasche, Brille, Telefon und Schlüssel nicht auf den Besprechungstisch
  • Bleiben Sie beim Sie, solange Ihr Gegenüber nichts anderes anbietet
  • Beginnen Sie das Gespräch mit einer positiven Aussage — und beenden Sie es ebenso
  • Versuchen Sie, eine gute Atmosphäre zu schaffen
  • Bleiben Sie sachlich und präzise, formulieren Sie knappe Sätze
  • Bedanken Sie sich beim Hinausgehen beim Sekretariat für den Kaffee

Die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch

Es lohnt sich, diese Fragen vor dem Gespräch durchzugehen und sich zu überlegen, wie Sie antworten würden. Sie bleiben deutlich gelassener, wenn die Fragen Sie nicht völlig überraschen.

  • Was bedeutet Erfolg für Sie?
  • Was sind Ihre kurz- und langfristigen Pläne?
  • Was sind Ihre Schwächen?
  • Was motiviert Sie?
  • Erzählen Sie von Ihrem größten beruflichen Erfolgserlebnis.
  • Warum möchten Sie die Stelle wechseln?
  • Wie stellen Sie sich die ideale Position vor?
  • Wie bauen Sie Anspannung normalerweise ab?
  • Schildern Sie eine konkrete Stresssituation.
  • Was verstehen Sie unter einer guten Kundenbeziehung?
  • Warum sind Sie ein guter Teamplayer?
  • Wie stellen Sie sich die ideale Führungskraft vor?
  • Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil beschreiben?
  • Was betrachten Sie als Ihren bisher größten Erfolg?
  • Warum sollte ich Sie für diese Position auswählen?
  • Verkaufen Sie mir diesen Stift.
  • Erzählen Sie fünf Minuten über sich.

Situationsaufgaben und Assessment-Center

In manchen Verfahren (Assessment-Center) werden Bewerber mit Aufgaben konfrontiert, die für die Position typisch sind; aus ihren Reaktionen wird auf die spätere Leistung geschlossen. So ausgewählte Kandidaten bewähren sich häufiger — allerdings ist es unüblich, dies bereits in der ersten Runde einzusetzen. Meist entscheidet ein Unternehmen darüber in der zweiten oder dritten Runde.

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