Der Lebenslauf ist eine kurze Zusammenfassung Ihres Werdegangs. Er muss so geschrieben sein, dass er die Aufmerksamkeit möglicher Arbeitgeber weckt — kurz, auf den Punkt, aber überzeugend und glaubwürdig. Nur mit einem sorgfältig erstellten Lebenslauf bekommen Sie die Chance auf ein persönliches Gespräch.

Wie sieht ein guter Lebenslauf aus?

Ihr Lebenslauf soll auffallen, aber übertreiben Sie es nicht. Verwenden Sie kein grelles oder ungewöhnlich farbiges Papier — Weiß oder dessen Abstufungen (Cremeweiß, Pastellgrau) sind richtig.

Halten Sie ihn knapp und präzise: am besten eine Seite. Wenn er doch länger wird, muss die Berufserfahrung auf jeden Fall auf der ersten Seite stehen. Schreiben Sie ihn am Rechner und drucken Sie ihn mit einem Laser- oder Tintenstrahldrucker aus.

Was ein guter Lebenslauf enthält

Ausbildung

Beginnen Sie bei der Gegenwart und führen Sie Ihre Qualifikationen chronologisch rückwärts auf — Schulen und Kurse.

Berufserfahrung

Ebenfalls von der Gegenwart ausgehend. Beginnen Sie mit dem Unternehmen, dann die Position, die Sie innehatten, und schließlich die Aufgaben, die Sie übernommen haben. Unternehmen interessieren sich für Aufgaben und Verantwortung — bleiben Sie sachlich und verlieren Sie sich nicht in Details. Heben Sie Ihre Positionen fett hervor.

Sprach- und EDV-Kenntnisse

Führen Sie Ihre Sprachen auf, die abgelegten Sprachprüfungen und Ihr praktisches Niveau. Auch Ihre Softwarekenntnisse gehören hierher.

Persönliche Daten

Bei der inhaltlichen Bewertung sind sie zweitrangig, sie können also in kleinerer Schrift in Kopf- oder Fußzeile stehen — das spart zusätzlich Platz. Telefonnummer und E-Mail-Adresse sollten nicht die Ihres aktuellen Arbeitgebers sein, sondern Ihre privaten Kontaktdaten. Die E-Mail-Adresse sollte möglichst Ihren vollständigen Namen enthalten.

Interessen und Hobbys

Hier können Sie sich von den anderen Bewerbern abheben: Mannschaftssport macht einen guten Eindruck — und deckt sich womöglich mit den Interessen Ihrer künftigen Führungskraft.

Die häufigsten Fehler

  • Zu lang — mehr als zwei Seiten
  • Zu detailliert — überflüssige Aufgabenbereiche, zu persönliche Angaben
  • Beginnt mit Nebensächlichem — der berufliche Werdegang beginnt immer mit der aktuellen Stelle
  • Rechtschreibfehler — lassen Sie gegenlesen

Lebenslauf mit Foto — Gehaltsvorstellung

Wird ein Foto gewünscht, setzen Sie ein Passbild in die obere Ecke Ihres Lebenslaufs. Es sollte nicht größer als 2-3 cm und ausschließlich im Passbild-Stil sein. Sparen Sie weder Zeit noch Geld für ein professionelles Foto — das zahlt sich schnell aus.

Wird in der Stellenanzeige kein Foto verlangt, raten wir davon ab, eines mitzuschicken. Subjektive Eindrücke können sich ebenso gut gegen Sie wenden.

Gehaltsvorstellung: Nennen Sie eine konkrete Summe nur, wenn danach gefragt wird. Sie kennen die Aufgabe noch nicht im Detail — geben Sie deshalb lieber eine Spanne an. Wenn Sie gar keine Angabe machen möchten, erklären Sie im Anschreiben, warum.

Ein Tipp obendrein — Erfolge und Ergebnisse

Wir empfehlen das nachdrücklich nicht nur Führungskräften, sondern Bewerbern auf allen Ebenen: schreiben Sie über Ihre Erfolge und erzielten Ergebnisse. Jeder hat in seiner Laufbahn etwas, worauf er stolz sein kann.

Konkrete Beispiele:

  • Von mir / meinem Team erzielte Umsatzsteigerung von 140%
  • Zwei Großveranstaltungen organisiert, die 20% mehr Umsatz brachten
  • Vier Projekte gleichzeitig geleitet, alle termingerecht abgeschlossen
  • Zahl der Neukunden um 125% gesteigert
  • Kundenbeschwerden um 45% reduziert

Übertreiben Sie es nicht — ein bis zwei Ergebnisse je Position genügen. Wer seinen Lebenslauf mit unternehmerischem Blick prüft, erkennt: für den Arbeitgeber ist das einer der wichtigsten Punkte.

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